Die Grenze des Wachstums:
Eigene Endlichkeit

22 Autor*innen entwerfen eine durch wissenschaftliche, fachliche und Lebenserfahrung begründete Perspektive

Unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema

1436

Studien-
teilnehmer/innen

22

Experten/innen im Buch

Kennzeichen unserer Zeit ist das Wachstum allem “Menschengemachten”, bei gleichzeitigem Verlust des „Natürlichen”.

Symbol des gegenwärtigen, von den Geophysikern als Anthropozän – das von der Menschheit gemachte – bezeichnete Erdzeitalter, ist ein Golfschläger, in seiner abrupt gebogenen Form, als Sinnbild exponentiellen Wachstums.

Dabei sind die Folgen grenzenlosen Wachstums erkennbarer denn je, denn deren kleineren aber zusehend auch großen Neben-, Fern- und Folgewirkungen haben sich allein in den letzten 20 Jahren der Art kumuliert, dass nicht nur die biologischen und geophysikalischen Systeme auf deren Dekompensation zusteuern bzw. bereits irreversibel dekompensiert beschrieben werden müssen.

Welche Bedeutung der Verleugnung der menschlichen Endlichkeit zukommt, bleibt in einer Ursachenbestimmungen des Anththropozäns ebenso wenig erfasst wie in der notwendigen Auseinandersetzung mit dessen Folgen.

Eine aktuelle empirische Arbeit an der annährend 1500 Personen teilgenommen haben unterstreicht, dass ein echtes Verständnis der eigenen Endlichkeit in der Bevölkerung oftmals fehlt, gleichzeitig popkulturelle Bilder der vermeintlichen Unsterblichkeit weitverbreitet sind und somit ein Bewusstsein für die auf Zeit gestellte Existenz fehlt.

Die Herausgeber sind der Ansicht, dass dieses fehlende Verständnis Krisensituationen verschärft (bspw. durch fehlende Solidarität sowohl auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene) bzw. ein Endlichkeitsbewusstsein in Krisensituation Quelle von Resilienz sein und bspw. im Zusammenhang mit der prekären Umweltsituation vermitteln könnte, dass Endlichkeit zur „conditio humana“ in allen Lebensvollzügen und -bereichen gehört. In wissenschaftlichen Kontexten, aber noch viel mehr in zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen – auch im Rahmen altersangemessener Bildungsprozesse – sollte daher, jenseits religiöser oder weltanschaulicher Diskurse, ein besseres Verständnis der eigenen Endlichkeit geweckt und realistische und auch praxistaugliche Wege gezeigt werden, wie das Defizit zu überwinden ist.

Klimawandel, Verlust der Biodiversität, Umweltdegradationen etc. sind nur Symptome, deren Überwindung nur dann gelingen kann,  wenn der verursachende Mensch in den Fokus genommen wird.

Ziel der 22 Autor/innen ist es, die durch ihre wissenschaftliche / fachliche und auch auf Lebenserfahrung begründete Perspektive, dem Leser eine Zusammenschau bzw. Überblick zum Thema und auch eine Nachbetrachtung der Corona-Pandemie zu ermöglichen.

Für Lehrer/-innen
und Pädagogen/-innen

Unser Ziel ist es, Personen die In der Aus- Fort- und Weiterbildung – und hier insbesondere in der Erwachsenenbildung – tätig sind, Informationen zur Verfügung zu stellen.

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Podcast

in Arbeit

Details zum Buch

Vorläufiges Bookcover

Verlag

Psychosozial-Verlag, Gießen

Zielgruppe

Lehrer/-innen und Pädagogen/-innen
Ausbilder/-innenLeser/-innen des Feuilletons
Gesundheitswissenschaftler/-innen
Mediziner/-innen
Pflegewissenschaftler/-innen
Sozial-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaftler/-innen
Anthropozänforscher/-innen

Stichworte

Aufklärung, Menschenwürde, Eigene Endlichkeit, Sterben, Sterbeorte, Existenzauflösung, Resilienz, Anthropologie, Salutogenese, Erwachsenenbildung, Thanatagogik, Lebenssinn, Achtsamkeit, Entschleunigung, Anthropozän, Humanismus, Wachstum, Entropie, Klimatod, Pandemie

Buch erscheint 
im Herbst 2022
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Projekt- und Buchziel:
“Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit”

Kontemplation

Die Texte, deren Inhalte, die vertretenen Thesen der Website sollen den Leser/-innen dazu dienen die Aufmerksamkeit und Introspektion auf die zeitliche Begrenzheit des menschlichen Lebens zu richten

Aufklärung

Das Prinzip gesellschaftlicher Aufklärung kann nur analog der Kommunikationstheorie zweiseitig funktionieren: das Empfangsgerät muss angestellt sein und die Nachrichten müssen vernehmbar, eindeutig, alters-, situations- und lebenslagengerecht formuliert sein um so den Diskurs zu begründen

Anregung

Es sind die Teilnehmer/-innen der Befragung und die Autoren/-inen des Buches deren “praktischen Fragen” und damit verbundenen Antworten die Anregungen begründen, die wir den Lesern der Website anbieten