Kategorie: Beiträge

Die gelernte Unfähigkeit zu trauern

Der Verlust eines nahestehenden Menschen geht mit Trauer für die Zurückbleibenden einher. Trauer ist ein emotional-physiologischer Zustand, der sich auch in den Gedanken und durch das Verhalten ausdrückt. Die Traueremotion ist so wesensstark, dass diese auch im Tierreich beobachtet werden kann und dies nicht nur bei den Primaten, sondern auch bei nahezu allen Säugetieren. Und […]

Das unheimliche Versprechen der Unendlichkeit

Karsten Weber Das Feuer, das Prometheus im Mythos den Menschen schenkte und als Sinnbild für Technik schlechthin gelten kann, kompensierte all die naturgegebenen Mängel, mit denen Menschen konfrontiert sind: Es fehlen ihnen die scharfen Krallen zur Verteidigung und zur Jagd, das Fell zum Schutz vor Kälte, weder sind sie sonderlich stark an Kraft noch besonders […]

COVID-Pandemie: Versäumnisse und Defizite in der Versorgung von Menschen in deren letzten Lebensphase werden sichtbar

Bei ungefähr 85% der an (oder mit) COVID-Verstorbenen konnte der Nachweis geführt werden, dass diese definitiv an dem Coronavirus verstorben sind. Die Frage der Übersterblichkeit, der 129.000 allein in Deutschland an diesem Virus verstorbenen Menschen ist zwischenzeitlich durch mehrere Studien weitestgehend geklärt. Immerhin waren ca. 7.000 der ca. 129.000 Verstorbenen jünger als 60 Jahre und […]

Was heißt wissen? – Online Veranstaltung, 16. März

Am 16. März geht es weiter mit unserer beliebten Reihe „Was heißt wissen?“. Die Veranstaltung findet online statt. Diesmal dreht sich das „wissen“ um Fragen von Risiken und wie wir damit umgehen. Freuen Sie sich auf Einblicke in unterschiedliche Wissensbereiche von Prof. Ernst Pöppel, Prof. Gerd Gigerenzer, Dr. Sepideh Ravahi, Prof. Wolfgang George, Dr. Klaus Schmid und Dr. Liya Yu.

Zur menschlichen Angst in Entstehung und Auseinandersetzung mit dem Anthropozän

Die Bedeutung des Einflusses menschlicher Angst sowohl in der Entstehung, dem Erhalt, vor allem aber in der Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Anthropozäns, wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust, sozialen Ungleichheiten und anderen Symptomen, ist bis heute nicht angemessen untersucht. Soll deren Einfluss unter funktionaler Zuordnung präzisiert werden, gilt es neben dem zeitlichen Verlauf auch die soziale Wirkfläche […]

Voraussetzungen, damit Menschen ihr Wissen um die eigene Endlichkeit nutzen können

Zur Evidenz des Anliegens Die Menschen wissen zwar, dass ihre Lebenszeit endlich ist, allein, es scheint als zögen daraus zu wenige die sich ergebenden Schlussfolgerungen für ihr Leben. Denn es sollte sich bei diesem Wissen – um die Begrenzung der eigenen Lebenszeit – nicht nur um ein mehr oder weniger abstraktes kognitives Wissen handeln, sondern […]

Warum wir eine Bestimmung dessen, was den Menschen und sein Verhalten begründet, zwingender denn je benötigen

Wenn es wahr ist, dass sich das Anthropozän maßgeblich durch kumulierte, sich wechselseitig beeinflussende Folge-, Neben- und Fernwirkungen menschlichen bzw. zivilisatorischen Verhaltens begründet, muss der Fokus weit stärker als bisher auf den Menschen und dessen Verhalten gerichtet werden. Auch weil der Erfolg in der Auseinandersetzung mit den Bedrohungslagen des Klimawandels, dem erkennbaren Biodiversitätsverlust, den aktuellen […]

Impf- und Wahlverweigerung

In einem Interview der Wochenschrift „der Freitag“ vom 27.10. bringt es der Soziologe Harald Welzer auf den Punkt: „Mit dieser Logik des permanenten Immer mehr wird man Endlichkeitsprobleme nicht bewältigen können“. Dem ist zuzustimmen. Unter mühsamen Weg gelangt das Evidente zum Ausspruch, auf noch Steinigeren zur allgemeinen Anerkennung und das zielführende Programm notwendiger Umsetzungen ist […]